Der Pfannengucker Dr. Michael Populorum # Salzburg/Austria

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Gärtnerwirt Salzburg

Vorortsidylle im Kastaniengarten    

Hinweis: Die Bewertung bezieht sich auf den Besuch im August - aktuell neuer Pächter (November 2010, noch nicht getestet)

Der Gärtnerwirt in der Plainstrasse, direkt an der Kreuzung mit der Salzburger Lokalbahn (Station), stellt für den Pfannengucker einen Typus von Wirtshaus dar, den er nicht missen möchte. Kein "Gourmettempel", wo "an" statt "mit" auf der Karte steht und die Suppe als "Süppchen" tituliert wird, sondern bodenständige Küche und autentischer Lokalkalorit vom Typus Vorstadt.

Gärtnerwirt Salzburg mit schönem Gastgarten - Der Pfannengucker Dr. Michael Populorum

Der Pfannengucker besucht den Gärtnerwirt sporadisch und dann bei schönem Wetter, wo der gemütliche Gastgarten mit Kastanien (keine Schirme!) zum Verweilen einlädt. Der Gastgarten ist wirklich autentisch, nicht "domestiziert", sprich Kastanien statt Markisen oder Schirmen und Schotter-/Kieselboden statt Platten oder Beton. Innen gefällt es dem Pfannengucker weniger. Für den schlauchartigen Raum kann die Pächterin natürlich nichts, aber optisch negativ wirken die kahlen Tische. Da es sich um keine Echtholztische handelt - die ja an sich schon ein positives Erscheinungsbild haben können und dann nicht unbedingt einer Tischdecke bedürfen - sondern um eher "billiges" 70er Jahre Design, wäre ein Tischtuch wirklich eine Bereicherung und würde das Ambiente innen schlagartig und mit wenig Kosten verbunden verbessern.

Die Speisekarte ist recht umfangreich und übersichtlich gegliedert ("Pfandliges", "Gebackenes", "Leichtes", G´röstetes"..). Der Pfannengucker wählte aus der Kategorie "Pfandliges" das "Gärtnerpfandl", laut Karte Hühnerfleisch gebraten, mit Gemüse, Schwammerl, Nudeln und mit Käse überbacken. Das Pfandl war in Ordnung, wenn auch nicht gerade überdrüber raffiniert, wobei die breiten Bandnudeln etwas klumpig waren. Das Pfandl kostete 8,70. Der extra bestellte gemischte Salat um (für Salzburg) günstige 2,50 war jedoch ein bisschen mickrig.

Gärtnerwirt Salzburg mit schönem Gastgarten - Der Pfannengucker Dr. Michael Populorum

Der Begleiter des Pfannenguckers an diesem Abend, ein guter alter Freund, wählte den "Schweinsbraten aus der Rein" mit Bratkartoffeln und Krautsalat (8,20). Der Begleiter bewertete das Bratl als "in Ordnung" aber nicht überragend, vor allem war es knödellos und stillte den Hunger des Begleiters nicht vollständig. Ein "Verhackertsbrot" (3,10) musste noch zur Befriedigung des Hungers bestellt werden.

Die Weinauswahl ist überraschend umfangreich und gut für ein Vorstadtwirtshaus. Es gibt mehrere offene Sorten, nach Auskunft der dienstbaren Kellnerin Franziska ein Verdienst der Chefin, der die Weinkultur ein besonderes Anliegen ist. Der Schankwein, ein Zweigelt, mundete sehr gut und war trotz der sommerlichen Temperaturen gut gekühlt. Und mit 1,80 für das Achterl ist er auch noch recht günstig. Auch der Blauburger (2,10) wurde verkostet und mundete ebenfalls sehr gut. Die Halbe Bier (Stiegl Goldbräu) liegt mit 2,90 noch unter der magischen Grenze von 3 Euro - selten in einer so überteuerten Stadt wie Salzburg. Das Münchner Weissbier (Augustiner) quantierte bei 3,20.

Noch ein paar Speisen aus den diversen Kategorien, die auf der umfangreichen Karte zu finden sind:

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"G´röstetes": Kasnockn mit oder ohne Speck, dazu Salat 6,30

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"G´röstetes":Rindfleischgröstl mit Gurkensalat 7,40

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"Leichtes": Gemüselaibchen mit Blattsalat und Schnittlauchsauce 6,60

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"Gebackenes": Schweinsschnitzel mit Preiselbeeren, Reis und gemischtem Salat 8,60

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"Pfandliges": Rindsgulasch von der Wade mit Semmelknödel 7,20

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"Süsses": Hausgemachter Strudel 2,80

Täglich wird auch ein Menü angeboten. Bspw. Montag Schöberlsuppe, Speckknödel mit Sauerkraut (5,80), Sonntag Kalbsrollbraten mit Gemüse und Reis, danach Eishupf um 11,50.

Fazit: Der Gärtnerwirt stellt einen Wirtshaustypus dar, den der Pfannengucker nicht missen möchte. Ein bodenständiges Vorstadtswirtshaus mit gemütlichem Gastgarten, unter dessen Kastanien man gerne Sommerabende und Nächte verbringen mag. Hier setzt sich auch die Chefin gerne mal zu ihren Stammgästen, eine Wohltat im Vergleich zu diversen "Gastronomie GmbH´s", wo weder Chef noch Chefin erkennbar bei den Gästen in Erscheinung treten. Im Inneren sollte über entsprechende Tischkultur (Tischtücher auf die nackten Funiertische) nachgedacht werden. Das Essen ist preislich eher auf der günstigen Seite, Qualität soweit in Ordnung, wenngleich bei den gewählten Speisen doch noch ein bisschen mehr Raffinesse nicht schlecht wäre. Umfangreiche Karte, gute Weinauswahl.

Bericht von: Der Pfannengucker;  mehrmaliger Besuch, letzter Lokalbesuch im August 2010; Bericht publiziert: August 2010; Ergänzungen: -

Infos / Kontakt: Keine Webseite verfügbar; Plainstrasse 93, 5020 Salzburg

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Der Pfannengucker Dr. Michael Populorum # Salzburg/Austria

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Last modified  Montag, 06. Januar 2014 14:05:21 +0100
Autor/F.d.I.v.: Konsulent Univ. Lekt. Dr. Michael A. Populorum, 2001-2020 - Impressum/Copyright